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Krafttraining trotz Erkältung?

Besonders in der kalten Jahreszeit treten häufig Erkältungen auf. Fast jeder Mensch erkrankt mindestens einmal im Jahr an einer solchen. Mal ist sie stärker ausgeprägt, mal schwächer. Eine ursächliche Behandlung gegen die Erkältung steht nicht zur Verfügung. Besonders Sportler stellen sich in einer derartigen Situation die Frage, ob sie weiterhin Sport treiben dürfen. Nachfolgend soll geklärt werden, ob Krafttraining trotz einer Erkältung sinnvoll ist. Hierzu werden zunächst die Hintergründe einer Erkältung und des Krafttrainings beleuchtet, bevor Zusammenhänge aufgezeigt werden.

Einige Kraftsportler sind der Meinung, eine Erkältung könne ihnen nichts anhaben und trainieren trotzdem. Andere bleiben im Bett und kurieren sich erst vollständig aus, bevor sie wieder daran denken, Sport zu treiben. Welche Vorgehensweise ist korrekt? 

Was ist eine Erkältung?

Die Frage mag sehr simpel erscheinen, wenn man bedenkt, dass die Erkältung die wohl häufigste Erkrankung überhaupt ist und jeder bereits mehrfach in seinem Leben davon betroffen war. Dennoch ist es notwendig, zu wissen, was eine Erkältung auslöst und wie diese abläuft, um klären zu können, ob Krafttraining während einer Erkältung möglich ist.
Als „Erkältung“ oder „Verkühlung“ wird eine akute virale Infektion der oberen Atemwege bezeichnet. Hierbei ist nicht genau abgegrenzt, welcher Bereich der oberen Atemwege betroffen ist. Erkältungen werden also von Viren ausgelöst. Viren sind keine Lebewesen, verfügen über keinen eigenen Stoffwechsel und benötigen daher Wirtszellen um sich zu replizieren. Sie übernehmen gewissermaßen die Kontrolle über die Zellen, die sie befallen und verändern die DNA der Zelle dahingehend, dass diese fortan den Virus reproduziert. Dies schädigt die Zelle, die anschließend stirbt.

Der Mythos, Erkältungen würden durch Kälte ausgelöst werden, ist schlicht falsch. Die Erkältung ist eine recht banale Erkrankung, die zwar mit unangenehmen Symptomen einhergeht, aber zumeist ohne Folgen ausheilt. 

Was geschieht beim Krafttraining?

Krafttraining ist aus medizinisch-physiologischer Sicht zunächst eine Belastung für den Körper. Diese Belastung wird bewusst herbeigeführt, um die Leistungsfähigkeit des Körpers zu steigern. Grob ausgedrückt wird der Körper (genauer die Muskulatur) beim Krafttraining an die Grenzen seiner (bzw. ihrer) Belastbarkeit gebracht. Geschieht dies mehrfach hintereinander, reagiert der Körper auf die gestiegene Belastung, indem er sich anpasst: Die Muskulatur wächst, die Kraft nimmt zu. Dieser Prozess wird beim Krafttraining gezielt gefördert. 

Kann während einer Erkältung trainiert werden?

Grundsätzlich ist diese Frage zu verneinen. Für das Krafttraining benötigt der Körper eine gewisse Energie und Belastbarkeit. Liegt eine Erkältung vor, steckt der Körper jedoch den Großteil seiner Kraft und Energie in die Heilung der Erkrankung. Das bedeutet, der Körper ist durch die Erkrankung geschwächt und nicht in der Lage, große Belastungen zu meistern. Aus diesem Grund hätte das Krafttraining während einer Erkältung (oder einer anderen Infektionskrankheit) zunächst einmal keinen Sinn, da die gewünschte Anpassung an die Belastung nicht stattfinden kann. Der Körper ist schlicht nicht in der Lage, mit der sportlichen Belastung umzugehen, da die Krankheit ihn schwächt. Darüber hinaus kann Krafttraining während einer Erkältung schwere Folgen haben.

Durch den Sport wird der Körper während der Erkältung noch weiter geschwächt. Im gesunden Zustand stellt Sport eine „positive Belastung“ dar, während einer Krankheit ist eine derartige Belastung jedoch absolut negativ. Eine sogenannte „Sekundärinfektion“ ist wahrscheinlich, wenn der Körper nicht in der Lage ist, die Viren zu bekämpfen. Bei einer Sekundärinfektion besiedeln weitere Krankheitserreger, häufig Bakterien, das bereits geschwächte Gewebe. Das Immunsystem ist durch den Kampf gegen die Viren geschwächt, der Sport schwächt das Immunsystem und den gesamten Organismus noch weiter – die Gefahr einer Sekundärinfektion steigt.

Im schlimmsten Falle kann es im Rahmen einer solchen Sekundärinfektion zu einer Myokarditis, einer Entzündung des Herzmuskels, kommen. Siedeln sich Streptokokken (oder auch andere Erreger) im Rahmen einer Sekundärinfektion im HNO-Bereich an, können diese sich, wenn sie nicht eliminiert werden können, im Körper „ausbreiten“ und auch das Herz befallen. 

Fazit:

Während einer Erkältung sollte auf Sport und Krafttraining verzichtet werden. Das wichtigste bei der Therapie der Erkältung ist Ruhe. Eine körperliche Schonung ist wichtig, um eine Heilung zu ermöglichen. Begleitende Maßnahmen – viel trinken, viel Schlaf- unterstützen den Körper dabei, die Viren zu besiegen. Letztendlich ist eine Erkältung nach etwa einer Woche ausgeheilt. Wenige Tage nach dem Ausheilen kann wieder Sport getrieben werden. Eine Erkältung sollte nicht als harmlos abgetan und unterschätzt werden.

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